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Tauchwettbewerb der "neuen Art": neue Arten gesucht
01.08.2005
Gemeinsamer Wettbewerb vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und vom Verband
Deutscher Sporttaucher e. V. (VDST) soll Licht ins Dunkle der Gewässer
bringen.

Bonn, 01. August 2005: Ein Blick unter die Wasseroberfläche in unseren
heimischen Gewässern ist in den letzten Jahren immer spannender geworden.
Immer häufiger begegnen Taucher neuen, fremden Tieren und Pflanzen.
Eigentlich gehören sie nicht hierher, ihre Heimat ist in ganz anderen
Ländern - zumindest bisher. Trotzdem findet man heute in unseren Gewässern
auch exotische Tiere wie die handgroßen Kaulquappen des Ochsenfrosches oder
kleine Süßwasserquallen. Auch Pflanzen, wie die Kanadische Wasserpest
gehören schon fast zum normalen Erscheinungsbild. Diese *neuen" Tieren und
Pflanzen bezeichnet man als Neozoen und Neophyten, zusammengefasst als
Neobiota.

Um einen besseren Überblick über die Verbreitung und den Einfluss der
Neobiota in den Gewässern Deutschlands zu erhalten, ist jetzt das Projekt
*NEOBIOTA - Neue Arten in unseren Tauchgewässern" ins Leben gerufen worden.
Träger sind das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher
Sporttaucher (VDST). Es richtet sich vornehmlich an alle Taucher und
Taucherinnen in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen 16 *neue" Tier- und
Pflanzenarten, die in unseren Gewässern vorkommen können. Um diese Neobiota
auch unter Wasser erkennen zu können, wurden Steckbriefe mit den wichtigsten
Informationen erstellt. Diese können auf der neuen Internetseite
www.neobiota.info unter *Steckbriefe" herunter geladen werden. Bei jedem
Tauchgang in unseren heimischen Gewässern soll nach diesen Arten Ausschau
gehalten werden. *NEOBIOTA" bietet so die Möglichkeit, einen (Ein-) Blick in
das verborgene Leben der eingeführten Tiere und Pflanzen zu erlangen. Ein
begleitender Wettbewerb gibt den Tauchern die Möglichkeit, alle beobachteten
Neozoen und Neophyten unter der oben genannten Internetadresse zu
registrieren. Ab heute ist dieser neue Internetauftritt frei geschaltet. *Es
ist ungemein wichtig, unsere Kenntnisse über eingeschleppte, fremde Arten
und deren Verbreitung in unseren heimischen Gewässern zu verbessern. Nur so
können wir auf die eventuelle Gefährdung von Ökosystemen reagieren",
erklärte der Präsident des BfN, Prof. Dr. Hartmut Vogtmann.

Wie kommen die neuen Bewohner in unsere Gewässer? Eigentlich sind sie
Spielball der Globalisierung und werden beabsichtigt oder unbeabsichtigt von
einem Ort zum anderen verschleppt. Neben einer natürlichen Einwanderung, bei
der Tiere zum Beispiel als Larven und
Eier im Gefieder von Vögeln transportiert werden, gibt es eine ganze Reihe
von Möglichkeiten der unbeabsichtigten Einführung durch den Menschen.
Hierbei spielen Schiffe eine ganz besondere Rolle. Im so genannten
Ballastwasser, das zur Stabilisierung von Schiffen verwendet wird, fährt
eine Vielzahl an *blinden Passagieren" mit. Jährlich werden weit über zwölf
Milliarden Tonnen Ballastwasser, das sowohl Süßwasser als auch Salzwasser
sein kann, mit Schiffen transportiert.
Wird das Wasser im Hafen abgelassen, werden auch die darin transportierten
Organismen, sofern sie den Transport überlebt haben, freigesetzt. Auf diese
Weise werden nach Schätzungen täglich über 4.000 Arten in einen anderen
Lebensraum transportiert. Für viele Arten ist die neue Umwelt so fremd, dass
sie nur kurze Zeit dort überleben. Für andere hingegen kann es ein wahres
*Schlaraffenland" sein, weil es ausreichend Nahrung gibt und natürliche
Feinde fehlen.

*Neozoen" können sich sehr unterschiedlich verhalten. Die einen etablieren
sich über mehrere Generationen und werden quasi *heimisch", andere hingegen
treten nur gelegentlich und zerstreut auf, weil die äußeren Bedingungen
nicht stimmen. Dann gibt es noch invasive Arten, die nachhaltige Schäden in
bestehenden Ökosystemen verursachen und andere, bei denen bisher keine
Schäden festgestellt werden konnten.

Bisher gibt es keine rechtlichen Regelwerke zur Bewertung der Gefahren- und
Schadwirkung und zur Bekämpfung von fremden Arten in Deutschland. Deshalb
stellen die *Neobiota", trotz zahlreicher internationaler, europäischer und
nationaler Abkommen zur Verhinderung einer Verfälschung der einheimischen
Tier- und Pflanzenarten, die Arten- und Naturschutzverbände sowie den
Gesetzgeber vor große Probleme.

Bislang sind in Deutschland 264 *Neozoen" etabliert, 443 Arten noch nicht
etabliert und 442 haben einen fraglichen Status (Stand 2003). Viele
Meldungen sind Einzelfunde und über die Verbreitung gibt es nur wenige
Informationen.

Weitere Informationen ab dem 01.08.2005 unter www.neobiota.info
Ansprechpartner für Text- und Bildredaktionen
Dr. Ralph O. Schill
Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST)
Fachbereich Umwelt & Wissenschaften
Gerstenmühlstr. 3/2, 72070 Tübingen
T: +49 7071 551228
F: +49 7071 940572
M: +49 172 7304726
E: umwelt@vdst.de
I: www.neobiota.info

Hinweis: Neuer Naturathlon 2005
Siehe www.naturathlon.de
http://www.neobiota.info/

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